Das Wunderprodukt Bienenwachs

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Was genau ist Bienenwachs eigentlich und woher kommt dieses Wunderprodukt? Die Frage beantworten wir dir!

Das Bienenwachs ist ein Neben- und Ausscheidungsprodukt der fleißigen Bienchen. Die Honigbienen nutzen das Wachs für den Bau ihrer Bienenwaben. Die Zusammensetzung des Wachses ist pflanzlicher und tierischer Herkunft.

Wie wird das Bienenwachs gewonnen?

Die sogenannten Baubienen schwitzen aus ihren Wachsdrüsen, die sich im Hinterleib befinden, das Bienenwachs aus. Mit ihrem Mundwerkzeug wird das Wachs dann durchgeknetet und zu einer Wabe geformt.

Das frische ausgeschwitzte Wachs ist noch sehr hell bis farblos. Erst wenn die Bienen über ihre Waben laufen, dabei Pollen und Nektar in die Waben pressen, bekommt das Bienenwachs seine gelbliche Farbe.

Wie produzieren die Baubienen das Bienenwachs?

Damit eine Biene Wachs produziert muss sie ausreichend Honig vernaschen. Für ein Kilogramm Bienenwachs muss diese zwischen vier und sechs Kilogramm Honig zu sich nehmen. Daran ist zu erkennen, wie wertvoll Bienenwachs ist

Wann ist die Hauptzeit der Wachserzeugung?

Die Hauptzeit der Wachserzeugung ist logischerweise über die Zeit der Nektartrachten verteilt. Also genau zu dem Zeitpunkt, an dem die Bienen auch am meisten aktiv sind.  

Je nach Region kann das aufgrund von Temperaturunterschieden mal anders ausfallen.

 
 

Wie wird das Bienenwachs aus den Waben gewonnen?

Bei der Gewinnung des Wachses haben wir verschiedene Möglichkeiten.

Grundsätzlich wird bei allen Methoden das Wachs geschmolzen. Bei der Sonnenwachsschmelze werden die Waben mithilfe der Sonnenwärme erhitzt. Diese Methode ist zwar sehr energiesparend, aber sehr launisch und mit viel Zeitaufwand verbunden.

Die älteste und zugleich auch üblichste Methode der Wachsgewinnung ist das Kochen der Waben. Hierbei zersetzt sich die Wabe vollständig in ihre einzelnen Inhalte und die

unerwünschten Partikel setzen sich ab, sodass das reine Wachs abgeschöpft werden kann.

Eine weitere und eher in der Industrie verbreitete Methode ist das sogenannte Dampfwachsschmelzen. Es gibt verschiedene Methoden das Bienenwachs aus den Waben zu gewinnen. Die Bienenwaben werden mit Wasserdampf langsam erhitzt und zum Schmelzen gebracht. Über kühles Wasser wird das Wachs dann wiederum starr und kann weiterverarbeitet werden.

Welche Arten gibt es von Bienenwachs?

Es wird zwischen zwei Arten von Bienenwachs unterschieden. Dem sogenannten Cera flava und dem Cera alba. Der Unterschied zwischen diesen Bezeichnungen liegt lediglich in der Farbgebung und ihrem Duft. Cera flava ist das gelbe und natürliche Bienenwachs, also unbehandelt. Wobei beim Cera alba, dass Bienenwachs gebleicht wird und dadurch seine weiße Farbe bekommt.

Wofür kann ich Bienenwachs verwenden?

Das Wunderprodukt ist für die meisten bekannt durch die großartig riechenden Kerzen aus Bienenwachs. Doch das Wachs ist in vielen Bereichen einsetzbar, ob in der Pflege von Holzmöbeln, als auch für Schuhcreme, oder in der Weingummiproduktion zum Einfetten der Förmchen. Mittlerweile wird es auch in der Kosmetik verwendet oder als Ersatz von Frischhaltefolie in Form von Bienenwachstüchern.

Für Menschen mit einer sensiblen oder trockenen Haut sind die Kosmetikprodukte zu empfehlen, denn diese bieten sehr viele natürliche Fette.

Dazu haben wir zwei Rezepte für euch rausgesucht, mit denen ihr euch eure eigene Bienenwachskosmetik selbst machen könnt.

Bienenwachs bekommt ihr in Apotheken, Reformhäuser oder Unverpackt-Läden. Oder ihr macht mal einen Ausflug zum Imker um die Ecke.

Lippenbalsam aus Bienenwachs

Zutaten für drei Tiegel:

  • 10g Bienenwachs
  • 30g Mandelöl
  • 1 Teelöffel guten Honig
  • 3 kleine Gefäße/Tiegel

Zubereitung:

  1. Das Bienenwachs in ein Edelstahl- oder auch Glasbehälter ins Wasserbad geben und warten bis das Wachs geschmolzen ist.
  2. In das geschmolzene Wachs das Mandelöl geben. Nicht erschrecken, die Maße wird ein bisschen klumpen. Einen Moment warten bis es wieder flüssig wird.
  3. Die Mischung vom Herd nehmen und den Honig dazu geben und gut umrühren.
  4. In den Tiegel füllen und es abkühlen lassen.
  5. Deckel erst darauf machen, wenn das Balm ausgehärtet ist.

Hautcreme aus Bienenwachs

Zutaten:

  • 45g Butterschmalz
  • 10g Sonnenblumenöl
  • 5g Bienenwachs
  • Kleine Backformen zum Abfüllen der Creme

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten in einen kleineren Topf geben.
  2. Auf niedriger Stufe den Topf erhitzten.
  3. Die Maße aus dem Topf kontinuierlich rühren und warten bis sich das Bienenwachs aufgelöst hat.
  4. Die Flüssigkeit in kleine Förmchen füllen und für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
  5. Nun ist deine Creme zur Anwendung bereit.

Unser Fazit

Bienenwachs ist ein natürliches Produkt und begegnet uns mittlerweile tagtäglich. Probiert doch mal eines unserer Rezepte aus und markiert uns mit @hyggeunverpackt auf Instagram oder Facebook! Wir freuen uns auf jeden Fall auf eure Kreationen!