Erkältungsbalsam natürlich selbst machen

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In der Erkältungszeit ist es wichtig mit möglichst natürlichen Mitteln Erkältungen vorzubeugen oder sie gegebenenfalls zu behandeln. Hierbei spielt die Aromatherapie als effektive Alternativmedizin eine große Rolle.

Ätherische Öle werden zur Linderung von seelischen und körperlichen Beschwerden eingesetzt. Bei grippalem Infekt hilft oftmals viel Bettruhe.

Ätherische Öle bestehen aus rein organischen Stoffen wie Alkoholen, Estern, Terpenen oder auch Ketonen. Diese werden aus Pflanzen gewonnen.

Dafür werden beispielsweise deren Blüten, Blätter, Samen oder Wurzeln genutzt. Diese werden durch Wasserdampfdestillation oder Kaltpressung in einen öligen Pflanzenextrakt verarbeitet.

Behandlung und Wirkung

Die Pflanzen selbst produzieren sie als Abwehrreaktion, Schutzmaßnahme oder teils, um Insekten anzulocken.

Eine ähnliche Wirkung gelangt über die Haut oder Magen-Darm-Trakt in den Körper.

Besonders effizient wirken die Öle bei der Dufttherapie. Durch die Reizwirkung im limbischen System, dem Teil des Gehirns, der den Geruchssinn steuert, werden bestimmte Botenstoffe ausgeschüttet. Darunter fallen auch Endorphine, die generell einen schmerzlindernden Effekt haben.

Die reinen Extrakte sind in ihrer Eigenschaft sehr flüchtig und verdunsten rückstandslos. Daher werden die ätherischen Öle zunächst in Alkohol gelöst oder mit fettreichen Stoffen, meist Wachs oder Öl, vermengt.

Diese Substanzen können anschließend vielfältig angewendet werden. Für eine schwächere, aber langfristige Wirkung ist es möglich, sie als Duftlampe zu verwenden. Alternativ können sie auch zur Hautpflege oder als Badezusatz genutzt werden.

Neben vielen weiteren Möglichkeiten ist in der Erkältungszeit eine direkte Behandlung über einen Erkältungsbalsam zu empfehlen.

Wie hilft Erkältungsbalsam?

Natürlicher Erkältungsbalsam wirkt mit ausgewählten ätherischen Ölen bei Erkältungssymptomatiken wahre Wunder.

Die Stoffwechselprodukte der Pflanze gelangen über die Schleimhäute, Bronchien und Haut in den Körper.

Dort entfalten diese ihre antivirale Wirkung. Dabei befreien sie die Atemwege, erleichtern das Durchatmen und das Husten und bekämpfen Bakterien und Viren. Zudem stärken sie das Immunsystem durch ihre unter anderem entzündungshemmende und reizmildernde Wirkungsweise.

Wie stellt man einen Erkältungsbalsam her?

Die Herstellung des Balsams dauert meist bloß wenige Minuten und dessen Basis besteht nur aus drei Zutaten:

  • 90ml Pflanzenöl
  • 10 Gramm Bienenwachs
  • Je 20 Tropfen ätherisches Öl

Bei der Wahl des Trägeröls kannst du frei entscheiden. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Öle rein und kaltgepresst sind. Es lohnt sich ein hochwertiges Öl zu verwenden, dabei eigenen sich besonders Mandelöl, Olivenöl, Jojobaöl, Schwarzkümmel oder Johanniskraut Öl. Falls du gerade beispielsweise Sonnenblumenöl zu Hause hast, lässt sich dieses gleichermaßen gut nutzen.

Das Bienenwachs sollte ebenso möglichst unbehandelt sein, somit nicht gebleicht und in naturreiner Form. Bezüglich der Verarbeitungsweise und auch in Hinsicht auf die Menge lassen sich Bienenwachsperlen empfehlen. Alternativ ist es auch möglich Kakao oder Sheabutter einzusetzen, wobei hier die Mengenangabe variiert.

Abhängig von den vorliegenden Erkältungssymptomen ist eine Auswahl an individuellen ätherischen Ölen und teilweise Kombinationen derer zu empfehlen.

Gegen eine Erkältung nutzt du vorzugsweise 20 Tropfen Eukalyptusöl, dazu Myrten Öl und Pfefferminzöl im gleichen Maß. Es entsteht eine desinfizierende und abwehrsteigernde Wirkung, die zusätzlich den Schleim löst.

Bei einer Bronchitis lässt sich ebenfalls 20 Tropfen des Eukalyptusöls empfehlen. Bei einer Linderung der Schmerzen sowie der Entzündung wird 20 Tropfen Weihrauch Öl empfohlen. Optional trägt Lavendelöl zur Beruhigung bei.

Reizhusten oder festgesetzter Schleim lassen sich effizient mit einer Mischung aus Thymian, Eukalyptus und Fichtennadel bekämpfen. Eine Zugabe von je 20 Tropfen wird empfohlen. Diese lösen den Schleim und vermindern die Krampfwirkung und sind zusätzlich antiseptisch.

Durch einen Balsam mit 30 Tropfen Lavendel und Myrten Öl lässt sich das Immunsystem stärken und die Erholungsphase beschleunigen.

Zubereitung

Erhitze das abgewogene Bienenwachs mit dem Pflanzenöl in einer Hitzeresistenten Schale in einem Wasserbad. Sobald sich alles verflüssigt hat, nimmst du die Schale vorsichtig vom Herd. Danach gibst du die ätherischen Öle dazu.

Anschließend verrührst du es bis eine einheitliche Masse entsteht. Sollte dir die Mixtur zu flüssig erscheinen, gib noch ein wenig geschmolzenen Bienenwachs hinzu. Gib noch heißen Balsam in ein sauberes Gefäß (möglichst mit Schraubverschluss) und lass ihn auskühlen.

Der ausgekühlte Erkältungsbalsam kann nun auf den Brustbereich und den oberen Rücken aufgetragen werden.

Was zu beachten ist:

  • Die Mengenangaben der ätherischen Öle sind mit einem Gesamtanteil von 3 % für Erwachsene bestimmt. Bei Kindern sollte die Dosierung auf 1,5 % halbiert werden.

Auch in der Schwangerschaft und bei Kindern unter 6 Jahren ist die Anwendung nur unter fachlicher Beratung durchzuführen.

  • Gib die ätherischen Öle nicht in ihrer reinen Form auf die Haut. Verdünne diese mit Basisölen.
  • Informiere dich über mögliche Unverträglichkeiten, ob die einzelnen Bestandteile bei dir eine allergische Reaktion auslösen könnte. Probeweise kannst du ein paar Tropfen des betroffenen Öls in deine Armbeuge geben. Falls deine Haut nach 20 Minuten nicht negativ darauf reagiert, so kannst du das Öl verwenden.
  • Verwende ausschließlich pflanzliche Öle, die 100 % naturrein sind.
  • Achte auf das Zubereitungsdatum deines Erkältungsbalsams. Luftdicht, dunkel und bei Zimmertemperatur gelagert hält sich der Balsam bis zu einem Jahr.

Fazit

Herauslesen lässt sich, dass du auch ohne Sachen wie Tabletten oder Nasenspray eine Erkältung erfolgreich überwinden kannst. Ich empfehle dir, immer erst pflanzliche und natürliche Mittel zu verwenden bevor du auf chemische Produkte zurückgreifst.