Mülltrennung leicht gemacht

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Die Frage, was in welche Mülltonne und wozu wir überhaupt den Müll trennen wird meist von den Befragten mit „der Müll wird in verschiedene Mülltonnen geschmissen“ beantwortet. Wozu wir das ganze Verfahren überhaupt machen, wissen viele Leute nicht.

Da es noch einige Menschen gibt, die nicht wissen worein welcher Müll gehört, passiert es oftmals, dass der Müll in die falsche Tonne geschmissen wird.

Private Haushalte, wie auch Konzerne schmeißen Millionen Tonnen Müll weg, aber wissen nicht genau, was in die Tonnen gehören. Doch eigentlich sollte jedem Menschen die Trennung von Müll ein Begriff sein, was leider nicht der Fall ist.

Aber warum ist das denn so?

Weil wir zu faul sind uns mit dem Thema zu befassen? Weil uns nie jemand gesagt hat, wie es funktioniert? Oder doch, weil wir denken, wenn ein anderer es falsch macht, bringt es sowieso nichts, dass ich meinen Müll trenne?

Es gibt Fragen, die stell ich mir jeden Tag aufs Neue. Ich stehe vor den Mülltonnen unserer Wohnung, die noch von weiteren 7 Parteien bewohnt wird. Was denkt die Person, die die Plastiktüte in den Biomüllabfall schmeißt?

Das Thema Mülltrennung sollte ernst genommen werden und daher folgt eine Aufklärung.

Als Erstes sollte geklärt werden was wir als Müll bezeichnen:

„Bewegliche Sachen, deren sich der Besitzer entledigen will oder deren geordnete Beseitigung zur Wahrung des Wohls der Allgemeinheit insbesondere des Schutzes der Umwelt geboten ist“ laut dem 1 Abfallgesetz § 1.

Arten von Müll

  • Restmüll
  • Altpapier
  • Biomüll
  • Plastikmüll
  • Glas
  • Sondermüll

Es kann sein, dass die Farben und Arten der Müllsammlung in manchen Städten oder Gemeinden abweichen. Hier die Erläuterung der verschiedenen Arten:

Als Restmüll wird das abfallende Abfallgemisch bezeichnet. Unter Restmüll fällt viel, wie zum Beispiel Dosen, Nahrungsmittel mit Inhalt, Asche und Putzmittel. Der Restmüll wird in der grauen Tonne entsorgt und von der städtischen Müllabfuhr einmal wöchentlich oder alle 14 Tage abgeholt.

Altpapier, welches in den Haushalten anfällt, wird meist in Altpapiercontainern, welche sich außerhalb des privaten Grundstücks befinden, gesammelt und von der städtischen Müllabfuhr an die weiterverarbeitenden Firmen zum Recycling geliefert.

In einigen Städten befinden sich die sogenannten blauen Tonnen, wie auch die braune Tonne und die Restmülltonne, auf dem privaten Grundstück und auch diese holt die städtische Müllabfuhr ab, wenn sie ordnungsgemäß an der Straße steht.

Altpapier ist nicht gleich alles was Papier ist. Beschichtete Papier oder Kartons, Servierten, Etiketten und Aufkleber zählen nicht dazu und dürfen nicht in diese Tonne. Hingegen Kopierpapier und Kartons ohne Beschichtung können ohne Probleme entsorgt werden.

Der Biomüll wird in der sogenannten braunen Tonne gesammelt und mit organischem Abfall, wie z.B. Essensreste und Rasenschnitte, befüllt. Dieser Müll ist biologisch abbaubar.

Dieser Abfall wird ebenfalls einmal wöchentlich von der städtischen Müllabfuhr abgeholt und durch Kompostierung behandelt. Der Umwelt wird dann der entstehende Kompost, beispielsweise im Gartenbau, wieder zugeführt.

Verpackungen sowie Plastikmüll, welche meist durch den grünen Punkt gekennzeichnet sind, werden im sogenannten gelben Sack oder in der gelben Tonne entsorgt. Der Grüne Punkt ist ein europaweites Kennzeichnungssystem und gibt an, dass diese Art von Abfall vom Dualen-System Deutschland GmbH (kurz: DSD) entsorgt bzw. recycelt wird.

Der Plastikmüll ist leicht am Namen zu erkennen. Es gibt aber auch Dinge, die nicht reingehören, wie zum Beispiel Babyflaschen, Hygieneartikel, Tapetenreste oder Windeln. Ob Joghurtbecher, Nudeltütenverpackungen oder Tierfutterdosen, all diese Dinge dürfen mit gutem Gewissen in den gelben Sack geschmissen werden.

Bei der Glasentsorgung wird in zwei Farben unterschieden. Weißes und Buntes oder meist grünes Glas. Der Grund für diese Trennung ist, dass das weiße Glas nur separat die Farbe beibehält. Als Beispiel für Glasabfall wären Getränkeflaschen (pfandfrei) und Einmachgläser. Diese Gläser gehören getrennt gesammelt in den Glascontainer.

Der Sondermüll zeigt sich schon am Wort. Diese Dinge enthalten schädliche Stoffe, die gerade bei der Verbrennung freigesetzt werden. Als Beispiel wäre Batterien – die dann im Supermarkt/Baumarkt entsorgt werden können.

Die ersten vier Kategorien sollte ein jeder privater Haushalt als Tüte oder Tonne Zuhause haben. Als Alleiniger oder Mehrfamiliennutzung, denn bei Mehrfamilienhäusern gibt es meist mehrere Tonnen, die fürs ganze Haus vorgesehen sind. Jeder sollte darauf achten, möglichst richtig zu trennen.

Zudem sollte jeder private Haushalt irgendwo gesondert sein Glas in einem Karton oder Korb sammeln, damit es zu den Glascontainer gebracht werden kann. Den Sondermüll mit zum nächsten Einkauf nehmen oder irgendwo sammeln, wie zum Beispiel eine Batteriedose mit alten Batterien.

Hand aufs Herz

Wer hat wirklich vier Müllkategorien und macht sich die Mühe sein Altglas und den Sondermüll zu trennen? Die Frage stellt sich sicherlich jeder, warum trenne ich meinen Müll überhaupt, wenn es doch nicht jeder macht?

Der Recyclingprozess von Kunststoff ist sehr aufwändig und Ressourcen lastig, dient aber zur Erhaltung von teilweise begrenzten Rohstoffen unseres Planeten. Wenn alle Produkte in die gleiche Mülltonne kommen würden, würden sie auch gleichbehandelt werden: Alles würde verbrannt werden.

Und da wird nicht unterschieden in ungefährlichen oder gefährlichen Stoffen, wie Batterien oder Medikamente. Wenn wir keine Mülltrennung vornehmen, würden diese genauso verbrannt werden. Damit die Kosten für die Wiederverwendung ein wenig minimiert werden, sollten wir unseren Müll trennen und gegebenenfalls unsere Nachbarn darauf hinweisen, den Müll ordentlich zu trennen.

Fazit

Wenn wir uns nur ein wenig damit auseinandersetzen, dann ist Mülltrennung nicht wirklich kompliziert und wir haben einen wichtigen Mehrwert für unser Leben bekommen. Die Aufklärungsarbeit fängt zwar schon in der Grundschule an, trotz dessen gelangt es mit den Jahren einfach immer mehr in Vergessenheit und sollte daher immer wieder aufgegriffen werden.

Es ist nur ein kleiner Schritt für uns, aber ein großer Schritt, wenn wir alle damit anfangen.